Zwei zentrale Erkenntnisse aus dem gestrigen Workshop zum Thema „Mut entwickeln“:

  1. Mut bedeutet Verantwortung dafür zu übernehmen, wo mein Leben gerade steht.

Es beutetet die Verantwortung für meine berufliche Existenz, aber auch für meine persönliches Wohlbefinden zu übernehmen und die entsprechenden Entscheidungen zu treffen, um beidem eine positive Ausrichtung zu geben.

Beruflich können das z.B. finanzielle Entscheidungen im Rahmen unserer Selbständigkeit sein. Das lässt sich immer einfach verargumentieren, auch nach Aussen.

Viel schwerer fällt es uns die Verantwortung für unser Wohlbefinden zu übernehmen –  z.B. „Nein“ zu Dingen oder Menschen zu sagen, die uns nicht gut tun. Wir befürchten Verurteilung, einen „Fleck auf unserer Weste“, Ablehnung als guter Mensch. Wir bringen oft nicht den Mut auf für unsere Bedürfnisse zu sorgen, wollen lieber als guter Mensch klassifiziert werden und hoffen (oft ganz unbewusst), dass andere dafür dann schon für unser Wohlergehen sorgen.
Schlechtes Gewissen und Sorge darüber, wie das bei anderen ankommt, sind größer, als unser Mut und unser Verantwortungsbewusstsein für uns selbst.
Alle Teilnehmer waren sich darin gestern einig. Eine spannende Einsicht, die daraus erwachsen ist:

Niemand außer uns trägt die Verantwortung für unser persönliches Wohlbefinden. Es hinten anzustellen, ist eine Entscheidung mit deutlich mehr Ego-Anteil, als wir durch unsere Sozialisierung glauben.

2. Mut bedeutet also auch die Akzeptanz zu üben, dass nicht jeder mit unseren Grenzen leben kann und wir trotzdem für sie Sorge tragen. Wir selbst – niemand sonst kann uns hier die Richtung weisen.