Ein überraschendes Geschenk, über das ich mich gestern sehr gefreut habe:

Vor einem guten Jahr endete der Prozess, in dem ich ein Abteilungsleitung-Team bei der Weiterentwicklung ihrer Strategie begleiten und moderieren durfte.

Die „Strategy-Map“ (hier aufgedruckt auf ein Notizbuch), war das visuelle Ergebnis. Sie unterstützt die „greifbare“ Identifikation und Orientierung in der Abteilung.
Aber während der gemeinsamen Arbeit ist so viel mehr entstanden:

  • Eine neue Qualität von Vertrauen durch das einlassen auf intensive, tiefe und ehrliche Diskussionen
  • der Mut sich einander berufsbezogen ehrlich zu zeigen – mit alle individuellen Herausforderungen jedes einzelnen
  • die Geduld offen und respektvoll die Sicht und Situation der anderen aufzunehmen

In einer Atmosphäre von gemeinsamer Verbundenheit, einem sich gegenseitige „zeigen“ und „einander sehen“, entwickelten sie eine Strategie, der sie sich gemeinsam nach wie vor verbunden fühlen, und für die sie als Team und als jeder einzelne stehen.

Mit den Ergebnissen ihrer Arbeit haben die Führungskräfte danach ihre Mitarbeiter eingebunden, um die Strategie zu diskutieren und anteilig auch zu ergänzen.
Sie haben beteiligt, bewegt, überzeugt, motiviert – geben mit diesen Inhalten Richtung, weil sie authentisch und in echtem Miteinander entstanden sind.

Auch nach über einem Jahr entfaltet sich die Wirkung dieses Prozesse weiterhin:
– ein enormer Anstieg im Ergebnis der Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung Anfang 2019
– Ziele, die aus der Strategie abgeleitet, operationalisiert, SMART formuliert, nachverfolgt und umgesetzt wurden
– ein Führungsteam das sich eine neue Form von Verständnis untereinander erarbeitet hat – ein Teamgeist mit Respekt, Vertrauen  und „einander kennen“

So viel in dieser Arbeit war durch Identitäts- und Sinnfragen (Abteilungsidentität sowie sich in der eigenen Profession erkennen), Kontakt/Verbindung, Verständnis und Verständigung sowie Mut sich mit seiner Meinung, seinem Standpunkt und seinen Herausforderungen tatsächlich „zu zeigen“ geprägt.

Ich bin ein bisschen stolz auf das rahmengebende Prozess-Design.
Aber ich bin über die Maßen dankbar, dass ich moderieren und begleiten durfte, was diese Menschen währenddessen geschaffen haben.

Die Wirksamkeit zu sehen ist das schönste Ergebnis für mich. Sie beantwortet mir eine Frage, die mich lange umgetrieben hat:

Kann Spiritualität einen nachhaltigen positiven Einfluss in der klassischen Wirtschaft haben?

Ja, wenn man den Raum und den Rahmen für Menschen schafft, die bereit sind:

  • authentisch miteinander zu sein
  • sich selbst in der beruflichen Profession zu erkennen
  • den Mut haben sich darin anderen zu zeigen
  • die anderen darin ebenfalls erkennen zu wollen

sprich – authentisch miteinander zu sein.

Dann entsteht eine Arbeitseben auf der

  • Mut zum „nicht perfekt sein“,
  • schwierige aber wichtige Diskussionen
  • Herzblut für die Menschen, das Team und die Sache

zum normalen Umgang miteinander werden.
Und „Rüstungen“, Schutzwälle, Nebelbomben und Grabenkämpfe verlieren ihre Relevanz.

Spiritualität ist wichtiger Teil von echter Nachhaltigkeit!

Dieses Notizbuch wird mich daran erinnern, wenn es mal wieder nötig sein sollte.

Dankbar schon zum Wochenstart!